Ein Heft über Heldinnen.

Für den Grazer Verein lil* und in Kooperation mit der Stadt Graz durfte ich an einem sehr außergewöhnlichen Heft mitarbeiten. Einem Heft über das stille und laute, kleine und große Heldinnenhafte in uns. Einem Heft über Frauen. Und all das, was uns in unserem Alltag beschäftigt und begleitet.

Was macht eigentlich eine Heldin aus?

Mut, Stärke, Unbeirrbarkeit? Die Fähigkeit, zufrieden zu scheitern? Wer ist für uns heute überhaupt ein wirkliches Vorbild? Und welche Vorbilder brauchen wir?

Das sind Fragen, die mit denen sich der Grazer Verein lil* – Zentrum für Sexuelle Bildung und Gesundheitsförderung in seiner täglichen Arbeit immer wieder beschäftigt. Weil Menschen in einer komplexen und vielfältigen Welt nach Orientierung suchen – ganz egal, wie alt oder jung sie sind. Als Gesellschaft fragen wir uns ständig, was richtig, gut oder normal ist, und streben dabei oft nach dem Optimum. Dabei wird gerne das Herausragende als Maßstab herangezogen. Wenn dann doch mal das Alltägliche im Fokus steht, wird wiederum vermeintliche Authentizität mit Perfektion vermischt. Die berühmten 10 Tipps, wie wir das alles auch schaffen können, gibt’s gratis dazu. No pressure, Baby. Oder so.

Auf diesen Druck wollten wir aufmerksam machen – mit einem Heldinnenheft, das zeigen soll, dass in jeder und jedem von uns ein Held steckt, und dass das Heldinnendasein tatsächlich ganz schön menschlich ist. Den Kern dieser ersten Ausgabe bilden 20 Gespräche mit in Graz lebenden Frauen aller Generationen und aus allen Kulturkreisen, die uns auf der Straße, im Supermarkt oder im Café genauso begegnen wie im Pflegeheim, im Kreissaal oder am Fußballplatz. Sie haben uns erzählt, wann sie sich mutig fühlen, worauf sie stolz sind, was ihnen Angst macht oder was sie sich für die Zukunft wünschen.

Zudem widmen wir uns in kurzen Dossiers aktuellen Themen, die unsere Heldinnen und uns selbst im Alltag begleiten. Warum dauert es zum Beispiel länger, einen Kuchen für Instagram zu fotografieren, als ihn zu backen? Täte uns etwas Wutfreundlichkeit nicht mal gut, statt immer #happy zu sein? Ist die Vermeidung von rosa Kinderkleidung pädagogisch wertvoll? Oder warum ist ein und dieselbe Damenkleidergröße in verschiedenen Geschäften unterschiedlich groß?

Abgerundet wird das inhaltliche Konzept des Heldinnenhefts durch Mitmachseiten, die genug Platz für eigene Gedanken und Kritzeleien rund um die Themenbereiche bieten.

 

 

Ich wurde dazu eingeladen, mit einigen Texten und ein paar Ideen an der Entstehung dieses Heftes mitzuarbeiten. Und selten habe ich das mit so viel Freude und Begeisterung getan.

Die Mitspieler in diesem Team sind allesamt großartig. Und ich möchte mich bei ihnen allen für ihr Vetrauen bedanken.

Danke Philipp Wagner (Design), Moni Reiter (Fotografie), Nina Markart (Cover) und Heidi Fuchs (Geschäftsführung lil*). Zusammen sind wir mehr.

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